Jehovas Zeugen
Zuletzt geändert: 23.01.2000


Kreuz oder Pfahl?

Die historische Antwort Verehren Christen ein Hinrichtungsinstrument?
"Wie würdest du reagieren, wenn man deinen besten Freund aufgrund von Falschanklagen zu Tode brächte? Würdest du von dem Hinrichtungsinstrument ein Duplikat anfertigen lassen?  Würdest du es in Ehren halten, oder würdest du es eher verabscheuen?" (Unterredungen..., S. 267)

Diese suggestive Fragestellung läßt völlig außer acht, was dort am Kreuz geschehen ist.  Es handelt sich eben nicht um den Tod eines "besten Freundes", auch keines politischen Führers, der für seine Überzeugungen gestorben ist.  Für Christen steht beim Kreuz im Mittelpunkt, was dort für sie geschehen ist:   Jesus als das "fehlerlose Lamm" hat ihre Schuld ans Kreuz getragen, er ist stellvertretend für sie dort gestorben. Der Schuldbrief, der mit seinen Forderungen gegen sie - wie gegen jeden Menschen - stand, ist ans Kreuz geheftet worden (Kolosser 2:4).   Für Christen wird dort, an diesem Hinrichtungsgegenstand auf dem Hügel Golgatha, die Liebe Gottes konkret, weil es Gott so viel gekostet hat, ihnen den Weg zu Ihm neu zu öffnen.
 

Das Kreuz auf dem Wachtturm
Über Jahrzehnte (bis etwa 1930) hat das Kreuz, dieses angebliche Symbol für den Abfall des Christentums vom wahren Glauben, selbst die Titelseiten des Wachtturms geziert. Kreuz auf WT-TitelDie Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus der Titelseite des "Wacht-Turms" vom 01.09.1924.  Durch Anklicken können Sie sich die gesamte Titelseite anzeigen lassen.  Doch die Verwendung des Kreuzes geht sogar noch darüber hinaus: Wie das Buch "Jehovas Zeugen, Verkündiger des Königreiches Gottes" auf S. 200 schreibt, wurde es von den damaligen Bibelforschern über Jahre als Anhänger getragen. Dann, so heißt es, sei 1928 hervorgehoben worden, daß man nicht durch ein dekoratives Abzeichen, sondern durch seine Tätigkeit als Zeuge beweise, daß man ein Christ sei. Die Aussage läßt sich natürlich nicht von der Hand weisen, aber sie unterscheidet sich nicht von der Überzeugung jedes Christen, daß er durch sein Leben und nicht durch äußere Zeichen seinen Glauben dokumentiert.